Praktikumsbericht – Eine sinnvolle Gliederung verfassen

Juli11

Oft sind Praktika eine aufregende Abwechslung zum Schulalltag, denn hier kannst du all das Wissen, dass du auf der Schulbank gelernt hast, endlich auch einmal anwenden. Doch wenn es darum geht, am Ende einen Praktikumsbericht zu verfassen, sind viele Schüler überfragt: Wie kann man all die vielen Erlebnisse auf ein paar wenigen Seiten zusammenfassen? Wie bringt man den Bericht in eine sinnvolle Struktur? Wir geben dir ein paar Tipps mit auf den Weg, die dir dabei helfen, eine gelungene Gliederung für deinen Praktikumsbericht zu verfassen.

Tipps für eine gelungene Gliederung

Ein Praktikumsbericht ist meist dann sinnvoll gegliedert, wenn er folgende fünf Hauptkapitel enthält:

  1. Einleitung
  2. Vorstellung der Praktikumsstelle
  3. Ablauf des Praktikums
  4. Auswertung im Bezug auf Schule/ Ausbildung/ Studium
  5. Persönliche Reflexion

Noch übersichtlicher wird die Gliederung, wenn du zusätzlich ein paar Unterkapitel anlegst, in denen du auf einzelne Punkte genauer eingehst, z. B.

2. Vorstellung der Praktikumsstelle

  • 2.1 Eckdaten
  • 2.2 Kurze Geschichte des Unternehmens
  • 2.3 Räume und Ausstattung
  • 2.4 Ansprechpersonen

Selbstverständlich kannst du von diesem Gliederungsvorschlag auch abweichen, wenn du merkst, dass er nicht zu dem passt, was du während des Praktikums erlebt hast. Jedoch besteht ein Praktikumsbericht immer mindestens aus drei Teilen:

  • Einer Einleitung mit allen generellen Informationen,
  • einem Hauptteil, in dem du den Praktikumsablauf beschreibst,
  • und einem Schlussteil, in dem du über den persönlichen Nutzen deines Praktikums reflektierst.

In der Regel machen auch die Lehrer, Ausbilder und Dozenten im Vorfeld einige Vorgaben zur Länge und Gliederung des Praktikumsberichts. Wenn du dir also unsicher bist, frage dort am besten noch einmal nach.

1. Kapitel: Einleitung

Die Einleitung enthält allgemeine Informationen zu deinem Praktikum. Hier beschreibst du alle Eckdaten knapp und sachlich, denn schließlich gehst du später noch genauer auf einzelne Punkte ein.

  • In welchem Zeitraum und bei welchem Unternehmen (Name, Standort) hast du das Praktikum absolviert?
  • In welcher Abteilung hast du gearbeitet und was waren deine Aufgaben?
  • Weshalb hast du dir diese Praktikumsstelle ausgesucht? Wie wurdest du auf die Stelle aufmerksam?
  • Welche Erwartungen hattest du zu Beginn an dein Praktikum?

Am Ende der Einleitung gibst du dann noch einen kurzen Überblick, wie dein Bericht im Folgenden gegliedert sein wird.

Tipp: Weitere Beiträge lesen

In unserem Blog geben wir eine Anleitung zum Verfassen einer Einleitung für deinen Praktikumsbericht.

2. Kapitel: Vorstellung der Praktikumsstelle

In diesem Kapitel informierst du deine Leser über das Unternehmen, in dem du dein Praktikum absolviert hast. Es kommt dir vielleicht lästig vor, Geschäftszahlen zu sammeln – doch das Kapitel ist sehr wichtig, um deinen Lesern einen Einblick in den Beruf zu geben. Am besten beschreibest du zunächst einmal die Branche – wie viele Konkurrenzunternehmen gibt es? Gehört dein Unternehmen zu den Branchen-Größen? An dieser Stelle kannst du auch thematisieren, welche Ausbildungen deine Kollegen absolviert hatten: Sollte man sich eher für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden, um in dem Beruf Chancen auf einen Job zu haben? Wenn du diese Fragen beantwortest, erweiterst du deine Perspektive: Anstatt nur das Unternehmen zu beleuchten, bei dem du dein Praktikum verbracht hast, kannst du dich mit dem Arbeitsmarkt im Allgemeinen beschäftigen. Das ist nicht nur für den Leser interessant, sondern hilft dir auch bei deiner späteren Berufswahl. Folgende Fragen kannst du im zweiten Kapitel deines Praktikumsberichts thematisieren:In welcher Branche ist das Unternehmen angesiedelt? Wie groß ist die Konkurrenz?

  • Ist dein Unternehmen gemessen an der Branche eher klein oder groß?
  • Agiert das Unternehmen eher regional oder (inter-)national?
  • Eckdaten des Unternehmens: Wie viele Menschen arbeiten dort? Wie ist das Unternehmen aufgebaut?
  • Welche Abteilungen, Räumlichkeiten gibt es?
  • Wie lange gibt es das Unternehmen schon? Wie hat es sich entwickelt, wie ist die Zukunftsperspektive?
  • Welche Ausbildung hatten die Kollegen in deinem direkten Arbeitsumfeld?
  • Wer hat dich während deines Praktikums vor Ort betreut?

3. Kapitel: Ablauf des Praktikums

Dieser Teil ist der Hauptteil deines Praktikumsberichts, denn hier geht es darum, zu beschreiben, was du während deines Praktikums wirklich erlebt und gelernt hast. Oft werden an dieser Stelle auch einfach die Tagesberichte eingefügt, die du für jeden Tag deines Praktikums angefertigt hast. So kann der Lehrer oder Ausbilder genau nachvollziehen, was du jeden Tag gemacht hast und wie sich dein Praktikum entwickelt hat. Manchmal ist hier aber auch eine Zusammenfassung des Ablaufs gefragt, für die du dich an folgenden Fragen orientieren kannst:

  • Welche Aufgaben hast du jeden Tag erledigt?
  • In welche Bereiche konntest du ansonsten hinein schnuppern?
  • In welchen Werkstätten oder Abteilungen hast du gearbeitet?
  • Mit welchen Methoden oder Techniken hast du gearbeitet?
  • Welche neuen Kenntnissen und Fähigkeiten hast du durch deine Arbeit erworben?
  • Was konntest du schon vorher?
  • Wer hat dich bei deiner Arbeit unterstützt oder betreut?
  • Was ging dir leicht von der Hand, was fiel dir eher schwer?
  • Welches Feedback gab es von deinen Kollegen?

Beachte dabei, dass dieses Kapitel ein beschreibender Teil ist, das heißt ist, es geht hier noch nicht in erster Linie um eine Analyse, denn diese wird Gegenstand der folgenden beiden Kapitel sein.

4. Kapitel: Auswertung im Bezug auf Schule, Ausbildung und Studium

Mit Kapitel vier geht dein Praktikumsbericht nun in den Schlussteil über, in dem du dein Praktikum bewertest. Kapitel vier und fünf legen den Fokus also nicht mehr auf eine sachliche oder theoretische Beschreibung, sondern hier geht es um deine rein subjektive Einschätzung.

Zunächst einmal analysierst du die Relevanz deines Praktikums für die Schule, deine Ausbildung oder dein Studium.

  • Welche Schulfächer oder Veranstaltungen waren hilfreich für deine Arbeit? Welche der gelernten Methoden, Techniken oder Organisationshilfen konntest du während des Praktikums anwenden?
  • Welche neuen Qualifikationen hast du durch dein Praktikum erworben, die dir auch für Schule oder Studium nützlich sein werden?
  • An welchen Stellen benötigst du in Zukunft noch inhaltliche oder methodische Vertiefung?
  • Was war gut an der Organisation deines Praktikums, was könnte in Zukunft (z. B. am Ablauf, an der Betreuung) noch verbessert werden?

5. Kapitel: Persönliche Reflexion

In der Reflexion diskutierst du dann zuletzt, welche Bedeutung das Praktikum für dich persönlich und für deine berufliche Zukunft hat. Hier kannst du dich z. B. an folgenden Fragen orientieren:

  • Welche Stärken und Schwächen konntest du durch das Praktikum an dir selbst entdecken?
  • Welche Auswirkungen hat das Praktikum auf deine spätere Berufs- oder Studienwahl?
  • Welche Chancen siehst du für dich persönlich und im Allgemeinen in diesem Berufsfeld?
  • Wo kannst du deine neu gewonnen Interessen in Zukunft eventuell noch weiter vertiefen?
  • Würdest du das Praktikum weiterempfehlen und wenn ja, an was für eine Person mit welchen Eigenschaften?
  • Inwieweit decken sich deine Erfahrungen mit dem, was du vor Beginn des Praktikums erwartet oder erhofft hast?

Tipp: Informationen zur Reflexion nachlesen

Im Blog kannst du im Detail nachlesen, wie man eine schöne Reflexion schreibt.

Dieser Gliederungsvorschlag ist nur eine Orientierungshilfe. Du musst nicht alle Fragen beantworten, damit dir deine Gliederung gelingt, aber wenn du dich mit diesen Fragen auseinandersetzt, bist du auf einem guten Weg zu einer guten Struktur!

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Geschrieben am von Josephin in Kategorie Ratgeber Fotobuch

3 thoughts on “Praktikumsbericht – Eine sinnvolle Gliederung verfassen

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