Das Proficover – aber nicht nur für Profis gemacht!

Mai21

Du willst ein Buch bestellen aber weißt nicht, wie Du den Umschlag anlegen sollst – bei uns hast Du die Wahl zwischen einem Standard- und einem Proficover. Das Standardcover bietet die Möglichkeiten einen Titel und einen Autor anzugeben, sowie ein Foto und eine Hintergrundfarbe auszuwählen. Ist Dir das zu wenig oder willst Du dich vielleicht an etwas Neuem ausprobieren, dann empfehlen wir Dir das Proficover. Hier stehen Dir gestaltungstechnisch alle Wege offen und du kannst den Umschlag mit der Software Deiner Wahl (z. B. Word oder InDesign) individualisieren

Wir haben für unser Beispiel ein 30-seitiges Hardcoverbuch im Format 210 x 210 mm hochgeladen und das Papier Colotech gewählt. Ist man während des Bestellvorgangs bei Schritt 4 „Covergestaltung“ angekommen, wählt man das Proficover aus und lädt unter „Download PDF-Vorgabe“ den Aufriss des Umschlags herunter. Ihr findet die Datei in Eurem Download-Ordner unter „Aufriss-Umschlag“. Auf den ersten Blick scheint es schwieriger zu sein, als es in Wirklichkeit ist. Jeder kann seinen ganz persönlichen und selbst gestalteten Umschlag erstellen, man benötigt nur etwas Zeit und Geduld.
Nun kann man die PDF-Datei öffnen und sieht folgenden Aufriss:

Aufriss-Umschlag

Aufriss des Umschlags mit der Angabe des Formates

Der Umschlag hat ein Format von 467 x 245 mm. Darin einberechnet sind die 15 mm Beschnittzugabe (= Anschnitt und am fertigen Umschlag nicht mehr sichtbar) an jeder Seite, sowie der Buchrücken – in diesem Fall mit 7 mm. Wir wollen Euch mit der Beschriftung der Beschnittzugabe nur verdeutlichen, was von Eurem Umschlag abgeschnitten wird. Eure Datei muss immer in dem angegebenen Format angelegt werden, nicht größer oder kleiner, sonst erkennt unser System den Umschlag nicht an.

Eingabe_Format

Im Satz- oder Bildbearbeitungsprogramm stellt man das angegebene Format ein

Zur besseren Vorstellung haben wir Euch ein Beispiel für einen fertig angelegten Umschlag erstellt. Die Hilfslinien zeigen was im fertigen Buch nicht mehr zu sehen sein wird und den Buchrücken. Die sogenannte Beschnittzugabe wird bei einem Hardcover nicht abgeschnitten, sondern um die Buchpappe herum gefalzt. Zur Herstellung ist der Anschnitt zwingend notwendig. Bei anderen Bindungsarten, wie Softcover und Wire-O, wird die Beschnittzugabe abgeschnitten.

Beispiel_Umschlag

Richtig angelegter Umschlag.

Zum Vergleich seht Ihr nun einen falsch angelegten Umschlag. Das Bild ist nicht in den Bereich der Beschnittzugabe gezogen worden, somit blitzt der rote Hintergrund ober- und unterhalb vom Bild. Weiterhin steht der Titel „Hochzeit“ zu weit rechts und wird im fertigen Buch nicht mehr sichtbar sein. Auf der Rückseite steht der Kreis mit den Namen direkt am Anschnitt. Das ist nicht empfehlenswert, da jedes Buch in Handarbeit produziert wird und es immer zu minimalen Abweichungen kommen kann. Darum kann es passieren, dass der Kreis nicht komplett zu sehen sein wird.

falsches_Beispiel_Umschlag

Falsch angelegter Umschlag.

HerstellungsreihenfolgeKommen wir nun von der Theorie zur Praxis. Wenn das Buch gedruckt ist, wird der Umschlag mit einer Matt-, Glanz- oder Leinenfolie kaschiert. In unserem Beispiel ist es eine Glanzfolie. Danach werden Inhalt und Umschlag geschnitten. Der Inhalt erhält dabei schon sein Endformat, hier 210×210 mm. Der Umschlag bleibt im Format 467×245 mm.
Inhaltspapier: Colotech 160 g/m²
Umschlagpapier: selbstklebendendes Papier
Der Umschlag wird mit zwei Buchpappen und einer Rückenpappe hergestellt. Die Rückenpappe ist bei diesem Hochzeitsbuch 7 mm breit. Die angelegte Beschnittzugabe wird um die Pappen gelegt und verschwindet dadurch im Inneren des Umschlags. Das selbstklebende Papier wird durch ein Laminiergerät fest mit den Pappen verbunden.
In den Umschlag wird nun der Inhalt mit dem selbstklebenden Vor- und Nachsatzpapier geklebt. Dieses wird durch das Abziehen der Folie mit dem Umschlag verbunden und schon ist das Buch fertig produziert.

Vergleich des richtig und falsch angelegten Umschlags

Jetzt kann man gut erkennen, warum der zweite Umschlag falsch angelegt ist. Da der Titel zu weit rechts im Anschnitt stand, ist er auf der Vorderseite nicht mehr komplett lesbar. Der hintere Umschlag zeigt das korrekte Beispiel: Ins Innere gehen nur die Farbe sowie die Ränder des Fotos. Wenn die Farbfläche um das Foto fließen soll ist das natürlich in Ordnung, jedoch ist bei diesem Beispiel das abfallende Bild deutlich schöner.Vergleich_Umschlag
Ein letzter schwerwiegender Unterschied ist auf der Rückseite zu sehen. Der Kreis steht sehr nah an der Kante des Umschlags. Durch kleine Differenzen bei der Herstellung ist die Gefahr groß, dass der Kreis um die Buchpappe rutscht. Deshalb den Text lieber einen Zentimeter weiter weg vom Rand entfernt setzen, als ihn zu nah stehen zu lassen.

Vergleich_Umschlag_2

Zusammenfassung

– den Umschlag nach dem angegebenen Format in der PDF-Datei „Aufriss-Umschlag“ anlegen
– die Beschnittzugabe und den Buchrücken beachten
– Texte nicht zu nah an den Beschnitt setzen
– Fotos abfallend (über den Sichtbereich hinausgehend) gestalten


Geschrieben am von Josephin in Kategorie Ratgeber Fotobuch

2 thoughts on “Das Proficover – aber nicht nur für Profis gemacht!

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