5 Tipps für eine perfekte Familienchronik

Mai4

Wo komme ich eigentlich her? Diese Frage stellt sich vermutlich jeder einmal in seinem Leben. Ahnenforschung ist dementsprechend weit verbreitet – junge und ältere Menschen versuchen, ihren Stammbaum so weit wie möglich zu verfolgen. Wer sich für seine Abstammung interessiert, möchte seine Recherche-Ergebnisse eines Tages auch verschriftlichen. Was bietet sich dafür eher an als eine hochwertige Familienchronik, die du unkompliziert online drucken kannst? Eine solche Chronik bedeutet zwar viel Arbeit, doch der Aufwand lohnt sich! Diese Tipps helfen dir, wenn du eine Familienchronik erstellen möchtest.

1. Schwerpunkt setzen

Eine Familienchronik ist so individuell wie die Familie, mit der sie sich beschäftigt. Bevor du mit der Recherche beginnst, solltest du deshalb entscheiden, welche Aspekte der Geschichte dich besonders interessieren. Möchtest du möglichst viel über das Leben deiner (Groß-)Eltern herausfinden? Oder interessiert dich der Ursprung deines Nachnamens? Diese Fragen sind wichtig für deine weitere Recherche, weil du anschließend zielgerichtet nach Informationen und Details suchen kannst.

Falls du eine Familienchronik als Geschenk für jemanden erstellen möchtest, ist das ebenfalls eine Hilfe für dich: Denke darüber nach, wofür sich der Beschenkte besonders interessiert. Falls du deiner Oma eine Familienchronik zum 80. Geburtstag schenken möchtest, könntest du den Schwerpunkt zum Beispiel auf ihre Generation legen und herausfinden, wie es ihren Cousins, Tanten/ Onkeln und Geschwistern geht. Auch wenn du dir einen Fokus für deine Recherche gesetzt hast, solltest du offen sein für Neues: Oft ergeben sich in Gesprächen interessante Aspekte, von denen du vorher nichts geahnt hast.

2. Recherche

Wenn du dich für einen Schwerpunkt entschieden hast, geht es mit der Recherche los: Am besten beginnst du zunächst mit den Angehörigen in deiner direkten Umgebung. Lass dir von ihnen alte Fotos zeigen und schreibe dir Details auf, die dir wichtig erscheinen. Damit du nicht den Überblick verlierst, solltest du dir am besten eine Übersicht verschaffen und zum Beispiel einen vorläufigen Stammbaum erstellen. Darin kannst du festhalten, wer mit wem verwandt ist. Am besten schreibst du dir zu jeder Person weitere Informationen auf und notierst dabei, von wem du diese Details erfahren hast. Wenn du mit sehr vielen Personen gesprochen hast, verlierst du andernfalls die Übersicht und kannst dich später nicht mehr erinnern, an wen du dich wegen Nachfragen wenden kannst. Wenn du magst und deine Ansprechpartner damit einverstanden sind, könntest du während der Gespräche auch ein Diktiergerät laufen lassen.

Hilfreich ist es auch, jeden Gesprächspartner zu fragen, welche Personen dir weitere Informationen geben kann. Vielleicht gibt es in deiner Familie Ahnenforscher, die dich an ihren Ergebnissen teilhaben lassen. Falls es in deiner weit entfernten Verwandtschaft Personen gibt, von denen dir die Kontaktdaten fehlen, hilft auch eine Recherche in den sozialen Netzwerken: Gerade jüngere Familienmitglieder findest du über Facebook und Co.

Wenn du durch Erzählungen nichts Neues mehr erfährst, kannst du im Standesamt nachfragen: Dort erhältst du Kopien von Urkunden, wenn du einen Verwandtschaftsnachweis vorzeigen kannst. Wenn du deine Familiengeschichte besonders weit zurückverfolgen möchtest, solltest du auch in speziellen Internetportalen und in Archiven recherchieren.

3. Stammbaum/ Ahnentafel

In deiner Familienchronik möchtest du dem Leser einen möglichst guten Überblick über die Familie geben. Dafür ist ein Stammbaum oder eine Ahnentafel ideal. Die meisten Menschen halten die beiden Begriffe für Synonyme – dabei entsprechen sie jeweils dem genauen Gegenteil. Ein Stammbaum zeigt die Nachkommen einer Person. Traditionell erinnert die Darstellung an einen Baum, in deren Wurzeln der Proband zu finden ist. Nach oben hin sind die Nachfahren zu sehen, die sich verzweigen. Eine Ahnentafel verfolgt einen gegenteiligen Ansatz: Sie beschäftigt sich mit den Vorfahren einer Person. Je nachdem, welchen Schwerpunkt du dir setzt, solltest du dich also für eine der beiden Darstellungsformen entscheiden: Wenn du zum Beispiel mehr über deine Vorfahren wissen möchtest, ist eine Ahnentafel vermutlich interessanter für dich.

In jedem Fall musst du dich nicht mit handschriftlichen Darstellungen abmühen, sondern kannst ein Programm aus dem Internet nutzen. Viele Websites erstellen dir innerhalb weniger Minuten eine kostenlose Übersicht über deine Familie.

4. Gliederung erstellen

Wenn du nach der Recherche einen guten Überblick hast, erstellst du am besten eine Gliederung. Die Familienchronik soll ansprechend und übersichtlich gestaltet sein – deshalb solltest du gezielt vorgehen und am besten ein Inhaltsverzeichnis erstellen. Wie du deine Gliederung am besten gestaltest, hängt auch von deinem Fokus ab.

Grundsätzlich beginnst du am besten mit einem Vorwort, in dem du dein Vorgehen erklärst: Mit welchen Personen hast du gesprochen? Zu welchem Anlass hast du die Chronik geschrieben? Nachfolgende Generationen freuen sich über solche Informationen, die dir heute nebensächlich erscheinen. Nach dem Vorwort könntest du deinen Stammbaum oder deine Ahnentafel als Übersicht vor deine Chronik stellen. Diese kannst du nach Belieben ordnen: Wenn du die Ursprünge deines Namens recherchiert hast, beginnst du am besten damit. Danach gehst du zum Beispiel chronologisch durch und ordnest deine Seiten den einzelnen Generationen zu. Wenn du nur wenig über deine frühesten Vorfahren weißt, könntest du diese Ergebnisse zusammenfassen. Wenn du eine Chronik zum Beispiel zum Geburtstag deiner Oma schreibst, kannst du auch in der umgekehrten Reihenfolge vorgehen: Schreibe zunächst etwas über sie und ihre Kinder und Enkel als die „Stammfamilie“. Anschließend blickst du immer weiter in ihre Vergangenheit und beschäftigst dich mit ihren Vorfahren.

5. Lebendig erzählen

Eine Familienchronik lebt nicht nur von einer möglichst detaillierten Vorstellung aller wichtigen Daten, sondern auch von Geschichten und Bildern. Daher ist es eine schöne Idee, dass du Texte zu einzelnen Generationen oder Familienmitgliedern schreibst. Beschreibe zum Beispiel den Lebensweg deiner Urahnen oder thematisiere das Schicksal von Familienmitgliedern, die ausgewandert sind. Auch schwierige Lebenssituationen solltest du dabei nicht vergessen: Wie erging es deinen Vorfahren zum Beispiel in den Weltkriegen? Wie haben sie weltpolitische Ereignisse wie den Mauerfall erlebt? Solche Details sind gerade für Generationen interessant, die zu dieser Zeit nicht gelebt haben.

Wenn du solche Texte mit eingescannten Fotos von deinen Vorfahren und einem Stammbaum kombinierst, hast du schon bald eine Familienchronik geschaffen, die auch für nachfolgende Generationen interessant ist.


Geschrieben am von Josephin in Kategorie Ratgeber Fotobuch

1 thoughts on “5 Tipps für eine perfekte Familienchronik

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