Märchenbuch – So gestaltest du ein ansprechendes Titelbild

November1

Mit einem Märchenbuch verbindet ein jeder viele schöne Erinnerungen und Momente der Kindheit. Das abendliche Vorlesen von Mutti oder Vati, bei gedimmten Licht im warmen Bett, bleiben lange unvergessen und so manch einer wünscht sich in kritischen Momenten gern einmal in dieses unschuldige, gemütliche Szenario zurück. Doch vielleicht kommt es eines Tages sogar dazu, dass ein eigenes dickes Märchenbuch verfasst wird und irgendwann kommt der Punkt, an dem über die ideale Gestaltung dieses Werkes nachgedacht werden muss.

Und hier kommen wir ins Spiel! Wir möchten Dir gern einige Tipps und Tricks verraten, die Dein Märchenbuch vor allem äußerlich optisch aufwerten und individualisieren werden. Und dabei kommt es besonders auf die folgenden Dinge an…

Das ist mein Thema …

Bevor Du überhaupt an die Gestaltung Deines Titelbilds denken kannst, solltest Du darüber nachdenken, welches Genre Deine Märchen später verfolgen werden. Denn das beeinflusst neben der Schrift- und Bildwahl besonders die Farbwahl. Du kannst natürlich alle Märchen bunt zusammenwürfeln und ein ganz aufregendes Cover, das jedes Genre vertritt, gestalten. Oder Du gestaltest einfach für jede Art der Märchen ein eigenes Buch, sodass Du nach Stimmungslage oder sogar Wetterabhängig auswählen kannst, welches Märchen Du liest oder vorliest. So hast Du für jeden Tag das passende Märchenbuch zur Hand. Hast Du ein Lieblingsthema, zu dem Dir besonders viele Märchen einfallen und Du ein ganzes Buch damit füllen könntest, kannst Du Dich auch auf dem Cover schon darauf beziehen und es entsprechend gestalten.

Schreibst Du von Elfen, Hexen oder Zauberern verfolgst Du vielleicht das Ziel, das Cover möglichst magisch und mysteriös zu gestalten. Geschichten von Prinzessinnen, Liebe und Romantik sollen schon von außen zum Dahinschmelzen anregen, während Märchen von Drachen, Rittern und mutigen Helden durch ihre Furchtlosigkeit und ihren Mut hervorstechen sollen. Schreibst Du von bösen Mächten, gefährlichen Abenteuern oder unheimlichen Wesen, so soll dem Betrachter Deines Buches schon beim Anfassen das Blut in den Adern gefrieren. Wie Du also siehst gibt es jede Menge verschiedener Themen, in die die Märchen untergliedert werden können.

Jetzt liegt es an Dir, das passende Thema für Deine eigens verfassten Werke auszuwählen, um zum nächsten Schritt zu gelangen.

Die Magie der Farbpsychologie

Hast Du Dein ideales Thema gefunden und weißt, worum es Dir auf dem Cover gehen soll, kannst Du Dir Gedanken über die Farbigkeit des Buchtitels machen. Sammle dazu am besten stichpunktartig Ideen auf einem kleinen Zettel. Du kannst Dir zum Beispiel notieren, welche Farben Du für die Märchen im Inhalt angemessen findest. Um Deine Auswahl zu perfektionieren und gegebenfalls zu reduzieren, kannst Du Dir zusätzlich die Bedeutung der Farben anhand der Farbpsychologie ergänzen. Diese sagt aus, was die Menschen bei der Betrachtung der jeweiligen Farbe empfinden und fühlen. Unsere kleine Übersicht soll Dir dabei ein wenig helfen.

Die Bedeutung der Farben

  • Schwarz
    Dunkelheit, Leere, Bedrängnis, Einsamkeit, Gefühllosigkeit, Sachlichkeit, Funktionalität, Depression
  • Blau
    Sympathie, Harmonie, Freundschaft, Vertrauen, Zuverlässigkeit, Kälte, Phantasie, Ruhe, Himmel, Meer
  • Rot
    Feuer, Gefahr, Angst, Provokation, Zorn, Leidenschaft, Romantik, Aufregung, Energie, Blut
  • Gelb
    Unruhe, Naivität, Nervosität, Licht, Neid, Geiz, Egoismus, Unsicherheit, Erfrischung, Gift
  • Braun
    Erde, Natur, Sanftmütigkeit, Behaglichkeit, Armut, Leben
  • Weiß
    Glaube, Licht, Wahrheit, Genauigkeit, Sauberkeit, Unschuld, Bescheidenheit, Neutralität, Wissenschaft
  • Grün
    Natur, Frühling, Glück, Gesundheit, Hoffnung, Zuversicht, Frische, Jugend

Dabei handelt es sich nur um eine kurze Zusammenfassung. Zusätzlich kommt es jedoch auch darauf an, wie die Farben miteinander harmonieren. Dafür solltest Du einfach ein wenig probieren und Dich austoben. Manchmal passen Farben sehr schön zusammen, von denen man zunächst annimmt, dass sie sich umgangssprachlich „beißen“ würden. Hierbei ist Dein Mut zur Farbigkeit gefragt!

Illustrationen und Bilder vorteilhaft einsetzen

Besonders schöne Elemente, um Dein Märchenbuch ansprechend zu gestalten, sind Illustrationen. Ob nun selbst erstellt, nachgebastelt oder aus dem Internet zusammengesucht, richtig angewandt können Sie Dein Titelbild zum echten Hingucker machen. Doch auch dabei gibt es wieder so einiges zu beachten.

Neben den Kriterien wie der Farbe oder dem Motiv, solltest Du das Hauptaugenmerk auf die Bildqualität richten. Also lieber direkt nach hochaufgelösten Bildern suchen, bevor Du Dich in eine Illustration oder Grafik von minderer Qualität verliebst. Vielleicht möchtest Du die Bilder ja sogar selbst zeichnen, entweder direkt am PC mithilfe eines Grafiktablets, oder auf Papier, welches Du später einfach einscannst. So kannst Du die Bilder direkt auf Deine Märchen abstimmen und beispielsweise mit einer Abbildung der Hauptcharaktere die Vorstellungskraft der Leser unterstützen. Dann sieht er die Welt während des Lesens  so, wie Du sie während des Schreibens sahst.

Deiner Kreativität sind auch hier keine Grenzen gesetzt und wofür Du Dich auch entscheiden wirst, Dein Buch wird auf jeden Fall ein individuelles Unikat werden, woran sich Jung aber auch Alt bei jedem Lesen aufs Neue erfreuen werden.

Eine aussagekräftige Schriftart finden

Wie schon bei der Farb- und Bildwahl kommt es natürlich auch bei der Wahl der Schrift darauf an, sie an den Buchinhalt anzupassen. Dabei solltest Du wieder an Dein Thema von Schritt 1 zurückdenken. Um ein stimmiges Gesamtbild für das Cover Deines Märchenbuches zu kreieren, muss die Schrift nun an alle anderen Elemente angepasst werden. Das ist nicht leicht und erfordert erneut eine Menge Probieren und Testen.

Zu verschnörkelte Schriften sind bei langen Titeln schwer lesbar, und sollten bei Verwendung in einer angemessenen Schriftgröße gewählt werden. Doch auch geradlinige Schriften ohne schwungvolle Buchstaben können schön aussehen und das Märchenbuch verzieren. Allerdings sollte dabei auf die Strichstärke geachtet werden, denn ist die Schrift zu dünn und steht auf einem gemusterten Hintergrund oder einem Bild, wird sie schlecht lesbar. Dann empfiehlt es sich eine höhere Strichstärke sowie eine Schriftfarbe auszuwählen, durch die sich der Text vom Bild abhebt.

Beispiele für das Titelbild Deines Märchenbuches

Beispielbuecher


Geschrieben am von Josephin in Kategorie Ratgeber Fotobuch

3 thoughts on “Märchenbuch – So gestaltest du ein ansprechendes Titelbild

  1. Leo Hefner

    Hallo,
    verkaufen Sie Cover-Bilder oder wie läuft das bei ihnen?
    Bitte per E.-Mail Bescheid geben.(Cover mit Delphin, Rabe, Prinzessin, Ritter).

    Antwort
  2. Pingback: Es war einmal ... Märchen schreiben in 7 Schritten | kleingedruckt.net

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*