Recherchetipps für dein persönliches Buch

März14

Ein eigenes Buch zu schreiben erfordert viel Geduld und Kreativität. Obwohl es abhängig vom Genre vor allem darauf ankommt, dass du originelle Ideen hast, gehört ein wichtiger Punkt immer zum Schreibprozess: Die Recherche. Ob Sachbuch, Familienchronik oder Roman ─ wir verraten dir fünf Recherchetipps für dein persönliches Buch!

1. Genre beachten

Grundsätzlich gilt: Deine eigene Lebenserfahrung ist die wichtigste Quelle für ein persönliches und originelles Buch. Je weniger du aus deinen eigenen Erfahrungen schöpfen kannst, desto mehr bist du jedoch auf eine fundierte Recherche angewiesen. Wie du dabei vorgehst und welche Informationen du einholen musst, hängt maßgeblich vom Genre deines Buchs ab. Da zum Beispiel Familienchroniken und Sachbücher ausschließlich auf fundierten Informationen beruhen, solltest du für den Rechercheprozess besonders viel Zeit einplanen. Fiktive Geschichten wie Kriminalromane beruhen zwar vor allem auf deiner Fantasie, erfordern allerdings mehr Recherche, als du zunächst vielleicht denkst. Um einen realistischen Kriminalroman zu schreiben, solltest du dir zum Beispiel einmal ein Polizeirevier von innen ansehen und einen Kommissar befragen, wie sein Arbeitsalltag tatsächlich aussieht.

2. Vorrecherche: Ist meine Idee für ein Buch geeignet?

Am Anfang eines jeden Buchs steht erst einmal die Idee. Vermutlich hast du sehr viele verschiedene Einfälle und überlegst lange, ob und wie du diese umsetzen kannst. Bevor du dich für ein Thema deines Buches entscheidest, solltest du eine kleine Recherche vornehmen: Überprüfe zunächst, ob deine Idee grundsätzlich für ein Buch geeignet ist. Diese Frage ist besonders für Sachbücher entscheidend. Finde heraus, ob es zu deinem Thema überhaupt genügend Informationen gibt, die du als Anhaltspunkt verwenden kannst. Die interessanteste Fragestellung ist nämlich nicht viel wert, wenn du sie aus Mangel an verfügbaren Informationen nicht beantworten kannst. Auch wenn du eine fiktionale Geschichte schreiben möchtest, ist eine Vorrecherche empfehlenswert: Beginne mit einer kleinen „Konkurrenzanalyse“, bei der du herausfindest, ob es bereits ähnliche Bücher gibt, so dass dein Buch für potentielle Leser uninteressant sein könnte.
Falls du gerne ein eigenes Buch schreiben möchtest, aber noch keine konkrete Idee hast, kann die erste Recherche auch ein Einstieg in die Themenfindung sein. Lass dich von anderen Werken inspirieren und entwickele eigene Ideen dazu, so dass dein Buch möglichst originell ist.
Abhängig von deinen Bedürfnissen und dem Genre deines Buches ist es ausreichend, wenn du ein wenig im Internet recherchierst und dich durch Buchrezensionen klickst oder in Bibliotheken überprüfst, ob es zu deinem Thema Fachliteratur gibt. Weitere Tipps zu Literaturquellen findest du unter Punkt 4 dieses Artikels.

3. Idee gut genug: Organisiert vorgehen

Damit deine Recherche nicht unnötig viel Zeit in Anspruch nimmst, solltest du dir von Anfang an gut überlegen, wie du vorgehst. Erstelle zunächst eine Liste mit Fragen, die du vor dem Beginn des Schreibprozesses klären möchtest. Am besten sortierst du diese Fragen in einer bestimmten Reihenfolge, zum Beispiel nach Dringlichkeit oder Themenfeld. Lege dir einen Ordner an, indem du alle gewonnen Informationen sammelst, so dass nichts verloren geht. Wenn du bereits eine Vorstellung davon hast, welche Informationen du für welches Kapitel deines Buchs benötigst, kannst du den Ordner in dieser Reihenfolge sortieren.
Ähnlich wie Studenten bei der Recherche für eine Hausarbeit besteht auch bei der Recherche für dein persönliches Buch die Gefahr, dass du dich in der Fülle der Informationen verstrickst und zu prokrastinieren beginnst. Setze dir daher am besten eine Deadline, bis wann du die Recherche beendet haben möchtest.

4. Informationsquellen

Welche Informationsquellen für dein Buch empfehlenswert sind, hängt maßgeblich davon ab, welches Genre du wählst. Für Sachbücher ist eine an wissenschaftlichen Standards angelehnte Recherche empfehlenswert. Folgende Quellen sind zu diesem Zweck besonders hilfreich:
Bibliotheken wie Stadtbüchereien oder Universitätsbibliotheken, die Deutsche Nationalbibliothek oder Fernleihen. Die Bestände kannst du in den jeweiligen Online-Katalogen (OPAC) einsehen.
Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) bietet Zugang zu rund 55.000 (zum Teil kostenlosen) Online-Zeitschriften. Diese haben im Vergleich zu Monographien den Vorteil, dass sie oftmals aktuellere Informationen bieten, da sie in einem kürzeren Intervall erscheinen.
Wissenschaftliche Suchmaschinen wie zum Beispiel Google Scholar
Wenn es bei deiner Recherche weniger um Sachhintergründe geht, sondern um eine realistische Darstellung von Charakteren wie etwa Kommissaren im genannten Beispiel eines Kriminalromans, solltest du dich mit dieser Berufsgruppe auseinandersetzen. Frage an, ob sich eine betroffene Person mit dir treffen würde und lass dir zunächst den Arbeitsalltag beschreiben. Im Anschluss kannst du gezielt Fragen stellen und darum bitten, dass du dich im Fall aufkommender Fragen im Verlauf des Schreibprozesses noch einmal an die Person wenden darfst.

5. Informationen von Familie und Freunden

Für wertvolle Informationen musst du in manchen Fällen gar nicht lange suchen: Frage Freunde und deine Familie, ob sie dir mit der Recherche weiterhelfen können. Nicht nur im Fall einer Familienchronik können sie dir wertvolle Informationen liefern. Vielleicht findest du in deinem persönlichen Umfeld jemanden, der zumindest einen Teil deiner Fragen beantworten kann oder jemanden anderen kennt, der dich unterstützen kann. Je mehr Menschen du fragst, desto wahrscheinlicher wirst du jemanden finden, der dir helfen kann.


Geschrieben am von Josephin in Kategorie Allgemein

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