{"id":2979,"date":"2018-03-05T09:42:46","date_gmt":"2018-03-05T08:42:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kleingedruckt.net\/blog\/?p=2979"},"modified":"2018-02-28T07:47:16","modified_gmt":"2018-02-28T06:47:16","slug":"texte-verbessern-und-redigieren-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kleingedruckt.net\/blog\/allgemein\/texte-verbessern-und-redigieren-2.html","title":{"rendered":"Eigene Texte in drei Schritten verbessern"},"content":{"rendered":"<p>Texte zu schreiben ist f\u00fcr viele Menschen ein Graus, andere verbringen ihre Freizeit gerne mit Zettel und Stift in der Hand. Egal ob in der Freizeit, f\u00fcr Uni, Schule oder den Beruf &#8211; wer einen Text schreibt, hat immer auch M\u00f6glichkeiten, diesen zu verbessern. Ein Grundsatz gilt leider f\u00fcr jede Art des Schreibens: Kein Text ist von Anfang an perfekt. Die gute Nachricht ist allerdings, dass es immer einfache Verbesserungsm\u00f6glichkeiten gibt. Wir verraten dir, wie du deine eigenen Texte redigierst!<\/p>\n<h2>Zeit und mehrere Arbeitsg\u00e4nge einplanen<\/h2>\n<p>Mal eben schnell die 50-seitige Bachelorarbeit oder den Gastbeitrag f\u00fcr einen angesehenen Blog Korrektur lesen? Wer so plant, \u00fcbersieht mit Sicherheit viele Fehler. Korrekturen ben\u00f6tigen ebenso wie der Schreibvorgang Zeit, damit sie gelingen. Deshalb gilt: Plane ausreichend Zeit f\u00fcr das Redigieren deines Textes ein. Bei einer wissenschaftlichen Arbeit sollten es bestenfalls einige Tage sein, f\u00fcr k\u00fcrzere Texte ist auch ein Arbeitstag ausreichend. Diese Zeit ben\u00f6tigst du, um deinen Text in verschiedenen Arbeitsschritten zu korrigieren.<\/p>\n<h2>1. Die inhaltlich-fachliche Pr\u00fcfung<\/h2>\n<p>Gerade bei deiner Abschlussarbeit f\u00fcr Uni oder Schule solltest du dir f\u00fcr diesen Arbeitsschritt Zeit lassen. \u00dcberpr\u00fcfe alle Fehlerquellen, die auch dein Pr\u00fcfer finden k\u00f6nnte:<\/p>\n<ul>\n<li>Sind alle deine Informationen korrekt und \u00fcberpr\u00fcfbar?<\/li>\n<li>Hast du alle externen Informationen als solche gekennzeichnet und deine Quellen angegeben?<\/li>\n<li>Stimmen die von dir angegebenen Zahlen und Fakten?<\/li>\n<li>Ist das Literaturverzeichnis vollst\u00e4ndig?<\/li>\n<li>Sind alle Eigennamen korrekt geschrieben?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese inhaltlich-fachliche Pr\u00fcfung ist zwar bei einer wissenschaftlichen Arbeit am aufwendigsten, darf aber auch bei anderen Texten nicht fehlen. Es w\u00e4re sehr peinlich, wenn du nach dem Drucken dein erstes eigenes Buch in der Hand h\u00e4ltst und darin Fehler entdeckst. Gleiches gilt f\u00fcr deinen eigenen Blog, der schlie\u00dflich hochwertig und glaubw\u00fcrdig wirken soll. Frage deshalb im Zweifelsfall noch mal einen Experten, ob er dir deine Infos best\u00e4tigen kann. Tipp: Die inhaltliche Korrektur f\u00e4llt dir am Computer leichter, wenn du nicht st\u00e4ndig zwischen deinem Text und deinen Infoquellen hin- und herschalten musst. Am einfachsten hast du es mit zwei Computer-Bildschirmen. Wenn du nicht \u00fcber einen solchen Luxus verf\u00fcgst, kannst du dir die Felder in deinem Bildschirm nebeneinander \u00f6ffnen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>2. Orthographisch-stilistische Korrektur<\/h2>\n<p>Nach der ersten Korrektur geht es jetzt um die sprachlichen Fehler, die sich in deinem Text verstecken. Die gute Nachricht ist, dass du dir dabei von deinem Schreibprogramm am Computer helfen lassen kannst. \u00d6ffne unbedingt die Rechtschreib\u00fcberpr\u00fcfung und sieh dir an, welche W\u00f6rter rot unterstrichen sind. Danach beginnst du mit der Korrektur. Lies deinen Text langsam und bewusst und \u00fcberpr\u00fcfe ihn Wort f\u00fcr Wort. Wenn du dir bei der Rechtschreibung eines Worts nicht sicher bist, solltest du unbedingt Nachschlagewerke wie den Duden zur Hand nehmen. Auch andere Fehler wie Kommafehler solltest du auf keinen Fall \u00fcbersehen. Damit das nicht passiert, solltest du deinen Text mindestens zwei Mal auf orthographische und grammatikalische Fehler \u00fcberpr\u00fcfen. Lass dir zwischen den beiden Korrekturen ausreichend Zeit, damit du nicht \u201ebetriebsblind\u201c wirst. Du kannst deine m\u00fcden Augen auch mit simplen Kniffen austricksen und zum Beispiel die Schriftart deines Textes \u00e4ndern. Wenn das Schriftbild anders aussieht, kannst du dich wieder besser auf den Text konzentrieren.<\/p>\n<p>Neben der sprachlichen Richtigkeit geht es in der zweiten Korrekturphase vor allem um deinen Stil. Wenn du dir bei einer Formulierung unsicher bist, solltest du dir den Satz einfach laut vorlesen. Falls er ausgesprochen seltsam klingt, schreibst du ihn am besten um. Als Grundsatz gilt: Schreibe nur so, wie du auch redest.<br \/>\nViele Autoren scheitern daran, dass sie sich m\u00f6glichst hochgestochen ausdr\u00fccken m\u00f6chten. Dieser Versuch endet allerdings oft daran, dass der Text nach Beamtensprache klingt und der Leser die Aufmerksamkeit verliert. Beachte dabei folgende Regeln:<\/p>\n<ul>\n<li>Aktiv schreiben: Der Nominalstil und die h\u00e4ufige Verwendung des Passivs f\u00fchren zu einem langweiligen Text, der b\u00fcrokratisch klingt. Die meisten Passiv-Formulierungen kannst du ganz einfach in das Aktiv umwandeln. Auf die gleiche Weise vermeidest du unn\u00f6tige Substantivierungen.<\/li>\n<li>Schreibe kurze und pr\u00e4gnante S\u00e4tze: Deine Leser f\u00fchlen sich nicht ernst genommen, wenn du nur kurze Haupts\u00e4tze verwendest. Lange Schachtels\u00e4tze mit unn\u00f6tigen Konstruktionen f\u00fchren allerdings dazu, dass sie schon nach dem ersten Absatz das Interesse verlieren und wom\u00f6glich nicht mehr wissen, worum es geht. \u00dcberpr\u00fcfe daher jeden Satz auf seine Verst\u00e4ndlichkeit.<\/li>\n<li>Achte auf Koh\u00e4renz: Viele Autoren behandeln die Bez\u00fcge in ihren Texten stiefm\u00fctterlich. Daraus resultieren Fehler wie im folgenden Beispiel: \u201eDas M\u00e4dchen hatte heute Geburtstag. Sie freute sich sehr auf ihre Geburtstagsfeier, zu der viele G\u00e4ste kommen w\u00fcrden.\u201c Korrekt lautet es: \u201eDas M\u00e4dchen hatte heute Geburtstag. Es freute sich sehr auf seine Geburtstagsfeier&#8230;\u201c<\/li>\n<li>Vermeide leere Worth\u00fclsen. Viele Formulierungen wie \u201eDer Saal war bis auf den letzten Platz gef\u00fcllt\u201c sind uns zwar vertraut, bei genauerem Nachdenken allerdings komplett inhaltsleer. Gleiches gilt f\u00fcr sprachliche Bilder und Sprichworte: Je weniger du davon verwendest, desto l\u00e4nger denkst du \u00fcber eigene Formulierungen nach und desto lebhafter wird dein Text.<\/li>\n<li>Sei pr\u00e4zise: Das gilt nicht nur f\u00fcr wissenschaftliche Texte, sondern vor allem auch f\u00fcr Geschichten. Es reicht nicht aus, nur von den \u201eBlumen auf der Wiese\u201c zu schreiben. Beschreibe sie: Welche Farben und Farben haben sie? Leuchten sie in der Sonne oder sind sie der einzige bunte Punkt in einer grauen Landschaft? Je pr\u00e4ziser du in deinen Details bist, desto eher kreierst du ein Bild in den K\u00f6pfen deiner Leser.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>3. Schlusskorrektur<\/h2>\n<p>Wenn du deinen Text inhaltlich und sprachlich \u00fcberpr\u00fcft hast, ist jetzt Zeit f\u00fcr die finale Korrektur. \u00dcberpr\u00fcfe das Layout und, das gilt vor allem f\u00fcr Arbeiten f\u00fcr Schule und Universit\u00e4t, die Formalia: Entspricht das Deckblatt den Anforderungen? Ist die <a href=\"https:\/\/www.kleingedruckt.net\/blog\/ratgeber-fotobuch\/die-10-haeufigsten-fehler-in-der-typographie.html\">Typografie<\/a> in Ordnung? Wie sieht das Inhaltsverzeichnis aus? Achte in diesem Arbeitsschritt noch einmal besonders auf die Formatierung. Besonders in Schreibprogrammen wie Word oder OpenOffice treten hier schnell Fehler auf, die du wom\u00f6glich erst nach dem Druck bemerkst.<br \/>\nSinnvoll ist es auch, dass du dir bei der Schlusskorrektur ein pers\u00f6nliches Feedback gibst: Wo sind deine h\u00e4ufigsten Fehlerquellen? Erstelle dir am besten eine Liste mit deinen h\u00e4ufigsten Fehlern, die dir die Korrektur deines n\u00e4chsten Texts erleichtert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Texte zu schreiben ist f\u00fcr viele Menschen ein Graus, andere verbringen ihre Freizeit gerne mit Zettel und Stift in der Hand. 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